• «Tempus Fixum», ein Manifest der physischen Fotografie in Basel

    Während die Kunstwelt zunehmend über KI und digitale Reproduzierbarkeit debattiert, entsteht in Basel ein radikaler Gegenentwurf: «Tempus Fixum». Die neu gegründete Edition widmet sich ausschliesslich der kuratierten, konsequent analogen Fotografie. «Tempus Fixum» steht für die Abkehr vom Flüchtigen – für Bilder, die als physische Objekte existieren und Bestand haben.

    Am 17. Juni 2026 wird in Basel die erste Edition eröffnet.

    Diese KünstlerInnen zeigen ihre Werke zum Thema «Res Publica»:

    Micha Bardy
    Simon Hitzinger
    Thomas Kneubühler
    Max Leiß
    Kaspar Linder
    Roland Schmid
    Christian Schnur
    Ursula Sprecher
    Rudolf Steiner
    Mara Truog
    Hans-Jörg Walter
    Michael Wesely
    Nicole Zachmann
    Lucas Ziegler

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    Raum Feldberg 42 an der Feldbergstrasse 42, 4057 Basel

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    Öffnungszeiten:

    17. Juni 13°° – 19°°Uhr
    18. Juni 13°° – 21°° Uhr (ab 19°° Präsentation Manifest und Apéro)
    19. Juni 13°° – 19°°
    20. Juni 13°° – 19°°

  • Das Thema «Res Publica»

    RES PUBLICA (die öffentliche Sache) ist kein neutraler Raum, sondern ein politisch gemachter. Die Grenze zwischen Öffentlichem und Privatem entscheidet darüber, wessen Leben verhandelt, wessen Körper reguliert und wessen Intimität geschützt wird.

    Der Staat greift tief in das Körperliche ein: durch Reproduktionspolitik, Sexualmoral, Gesundheitsrecht, Strafverfolgung. Biopolitik, wie Foucault sie beschrieben hat, bedeutet: Macht regiert nicht nur Territorien, sondern Leben selbst. Welche Körper gelten als normal, schützenwert, sichtbar?

    Sexualität war nie unpolitisch. Heteronormativität ist eine staatstragende Institution. Queere Sichtbarkeit ist ein politischer Akt, genauso wie das Recht auf Unsichtbarkeit, auf Privatheit als Schutzraum. Das Private ist politisch, aber nicht jede Öffentlichkeit ist Befreiung.

    Die Fotografie macht dieses Spannungsfeld sichtbar: Der Blick entscheidet, was gezeigt wird und was verborgen bleibt. Wer fotografiert wen und mit welchem Einverständnis? Sichtbarkeit kann Widerstand sein. Sie kann aber auch Kontrolle bedeuten.

    RES PUBLICA fragt: Wo endet das Private, wo beginnt das Öffentliche? Und vor allem: Wer zieht diese Grenze?