Manifest

Tempus Fixum ist eine Edition für analoge und engagierte Fotografie. 

Wir sammeln Werke von Fotografinnen und Fotografen, die sich nicht dem Diktat des Algorithmus unterwerfen, die verlangsamen, wo andere beschleunigen, die Standpunkte beziehen, wo andere illustrieren.

Der Name ist Programm: Der Moment wird festgehalten — fixiert, unwiderruflich, mit dem Gewicht einer Entscheidung. Nicht als Datei, die sich beliebig vervielfältigen lässt, sondern als Bild, das bleibt.

>Inhalt vor Form. Das Sujet zählt, nicht die Oberfläche.

>Eingriff statt Illustration. Wer fotografiert, tritt in Beziehung zur Welt im Geiste der Aufklärung

>Subjektivität als Stärke. Die persönliche Autorschaft muss im Werk klar hervortreten.

>Haltung, die sich verteidigen lässt. Ein Bild ohne Standpunkt ist ein Bild ohne Autor.

>Unabhängigkeit vom Algorithmus. Reichweite ist kein Massstab für Bedeutung.

>Das Bild als Sehschule, als Frage, als Anstoss.

>Mut zum Analogen. Der Film zwingt zur Entscheidung. 

>Fotografie als Dialog. Das Bild ist nicht das Ende der Betrachtung, sondern der Anstoss zum Diskurs.